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Im Jahre 1854, so steht es im Grundbuch-Protokoll Männedorf vom 22. Oktober, kaufte Herr Johannes Ammann, verehelicht mit Regula Bränwald, das Rebgut oberhalb der Mühle im Hofen, aus der Erbengemeinschaft der Töchter Bränwald  und gründete eine der ersten Gärtnereien am Zürichsee.

 
Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich in diesen ersten Jahrzehnten auf den Gartenunterhalt und den Handel mit Obstbäumen und Jungreben.
Am 15. Dezember 1894 geht die Gärtnereiliegenschaft käuflich an Gärtner Johann Feldtrapp über, der die Gärtnerei weiter ausbaut und diese bis 1905 betreibt.
 

Erste Fotografie der Gärtnerei im Hofen um 1900. Am Hang gedeihen noch Reben, wie dies seinerzeit an jeder Hanglage in der Region üblich war. Im Hintergrund auf der Anhöhe - die Zeller'sche Anstalt - das heutige Bibelheim. 


Am 18. Dezember 1905 erwirbt Konrad Wochner, der bis dahin Herrschaftsgärtner bei der Firma Bally in Schönenwerd war, die Liegenschaft an der Hofenstrasse und bewirtschaftet diese den damaligen Bedürfnissen entsprechend bis 1919 und verkauft sie seinem Schwiegersohn O. Loppacher.
 

Der Hofen um 1910. Die Reben sind einer Treibbeet-Anlage gewichen. Auch wurde ein "neues" Gewächshaus mit Arbeitsraum erstellt (rechts im Bild). Dieser Gebäudekomplex besteht übrigens bis heute.

 

In den folgenden Jahren erfährt der Betrieb eine bauliche Erweiterung und wird zur eigentlichen Handelsgärtnerei mit einem für damalige Begriffe breitgefächerten Angebot an Waren und Dienstleistungen. Frau Johanna Loppacher-Wochner  war die treibende Kraft des Betriebes und Geschäftsführerin, denn Herr Loppacher war Maschinen-Ingenieur und nicht im eigenen Geschäft tätig.

Frau Loppacher hat sich in jenen Jahren durch ihr sehr beachtliches Können einen Namen gemacht.
 
Am 1. Juli 1946 verkauft  Johanna Loppacher die Gärtnerei ihrem damaligen Obergärtner Hans Käser samt Inventar und Pflanzenbestand. Im Herbst zuvor bestand der junge Gärtner aus dem Bernbiet die Meisterprüfung und im Dezember wählte ihn die Gesundheitskommission zum Friedhofgärtner im Werkvertrag.
 

Der damals 28jährige Hans Käser (mitte) mit seinem Team. Die vormalige Betriebsinhaberin Johanna Loppacher (links im Bild mit Hund) arbeitete noch viele Jahre auf Abruf im Betrieb mit. Emil Egli (hintere Reihe) betreute bis 1972 den Friedhof.

 

Im Sommer 1947 verehelicht sich der junge Meister mit Emma Zollinger aus Willikon. Mit viel Fleiss und harter Arbeit wird der Betrieb weiter ausgebaut.

Neben der Produktion von Setzlingen, Topfpflanzen und Schnittblumen für den Detail- und Engrosverkauf, sowie dem floristischen Bereich, wird man auch im Sektor Gartenbau und Gartenunterhalt den stets wachsenden örtlichen Bedürfnissen gerecht. Viele neu angelegte Gärten und öffentliche Anlagen zeugen davon. Dank tüchtiger und treuer Mitarbeiter gelingt es, das Werk der Vorgänger in seiner Vielfalt weiter auszubauen. Die vorhandenen Kultureinrichtungen erfahren Aenderungen und werden vergrössert.

 

Die Gärtnerei 1960 vom Turm der ref. Kirche. Die Baumschule (hinten rechts) diente als Materialquelle für die Unterlagen der damals unzähligen Trauerkränze. Seit 1980 befindet sich dort das Magazin der Käser Gartenbau AG.


1958 erfolgt die Eröffnung des Blumengeschäftes am Bahnhofplatz. Seit der Gründung der internationalen Blumenspendenvermittlung Fleurop-Interflora ist das Geschäft Mitglied dieser Organisation.

1972 wird der Sektor Friedhof an Herrn Walter Fischer weitergegeben. Mit dem Jahr 1973 tritt auch der Betriebszweig Gartenbau in eine neue Phase. Nach Jahren gründlicher Ausbildung und Meisterprüfung übernimmt Sohn Hansueli Käser die Leitung dieses Betriebszweiges, den er mit zeitgemässer technischer Ausrüstung in kurzer Zeit zu leistungsfähiger Grösse bringt. Seit dem 1. Januar 1979 ist Hansueli Käser Inhaber der Gartenbaufirma.

Der Gärtnereibetrieb und das Blumengeschäft werden von Hans und Emma Käser weitergeführt.
 
Bericht verfasst im Jahre 1979 von Hans Käser.
 
Anmerkung: Von 1946-1982 erlernten 27 Gärtner und 3 Floristinnen bei Hans Käser ihren Beruf.

Impressionen

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